Wenn etwas, das lange gewachsen ist, einen Namen bekommt

Manchmal entsteht etwas nicht neu.

Man gibt ihm nur endlich einen Namen.

So ähnlich fühlt es sich für mich gerade an.

Seit vielen Jahren gehören Hochzeitszeremonien zu meinem Weg. Meine erste Hochzeitszeremonie haben Ulrike und ich bereits vor vielen Jahren gemeinsam gestaltet und geleitet. Und seitdem haben wir jede weitere Zeremonie gemeinsam entwickelt und geleitet.

Dabei ist über die Jahre etwas gewachsen, das sich nur schwer in die üblichen Begriffe einordnen lässt.

Es geht um Hochzeit – und doch um mehr als eine Hochzeit.

Es geht um zwei Menschen, die sich füreinander entscheiden. Um ihre Geschichte. Um das, was sie miteinander verbindet. Um das, was hinter ihnen liegt und um das, was vor ihnen liegt.

Und manchmal auch um einen Moment, an dem etwas Altes endet und etwas Neues beginnt.

Ein Versprechen bekommt Raum

Eine Hochzeit ist für mich deshalb nicht einfach ein Fest mit einer Traurede.

Sie ist eine Schwelle.

Ein Übergang.

Ein Moment, in dem zwei Menschen vor anderen Menschen und vor sich selbst sagen:

Ja.

Dieses Ja kann viele Formen annehmen. Es kann leise sein oder kraftvoll. Spielerisch oder ernst. Modern oder archaisch. Schlicht oder getragen von Ritualen, Symbolen, Klang, Feuer, den Elementen oder der Erinnerung an die eigenen Wurzeln.

Entscheidend ist nicht, wie eine Hochzeit aussehen muss.

Entscheidend ist, was für dieses Paar wahr ist.

Genau daraus ist über die Jahre unsere eigene Art entstanden, Hochzeitszeremonien zu gestalten und zu leiten.

Jetzt hat diese Arbeit einen Namen

URVERSPRECHEN – Eure Hohe Zeit

Unter diesem Namen haben Ulrike und ich unsere gemeinsame Arbeit nun sichtbar gemacht.

Nicht, weil wir etwas völlig Neues begonnen hätten.

Sondern weil etwas, das lange gewachsen ist, einen eigenen Raum bekommen darf.

Einen Raum für Paare, die ihre Hochzeit nicht nur als schönes Fest erleben möchten, sondern als bewussten Übergang, als tiefes Versprechen und als persönliches Ritual.

Wir arbeiten nicht mit einer fertigen Zeremonie, die anschließend nur noch mit den Namen des Paares versehen wird.

Wir hören zu.

Wir fragen.

Wir suchen nach dem, was dieses Paar ausmacht.

Und daraus entsteht die Zeremonie.

Manchmal braucht es dafür kaum mehr als Worte.

Manchmal entstehen daraus Rituale, die eine ganz eigene Sprache sprechen.

Vielleicht geht es um die vier Elemente. Um Feuer. Um Klang. Um Ringe. Um eine Segnung. Um die Verbindung zur eigenen Herkunft und zu den Ahnen. Um einen Schwellenmoment. Oder um etwas, das es so bisher noch gar nicht gegeben hat.

Es gibt dabei kein festes „So muss es sein“.

Denn ein Versprechen gehört immer zu den Menschen, die es geben.

Unsere Hohe Zeit

Der Begriff „Hohe Zeit“ gefällt mir dabei besonders.

Er erinnert daran, dass Hochzeit ursprünglich weit mehr bedeutete als die Organisation eines schönen Tages.

Es war eine besondere Zeit.

Eine Schwellenzeit.

Eine Zeit, in der etwas im Leben seinen Platz verändert.

Vielleicht ist genau das etwas, das in unserer heutigen Zeit manchmal verloren geht.

Wir feiern viel.

Wir organisieren viel.

Wir planen den perfekten Tag.

Und vielleicht lohnt es sich manchmal, einen Schritt zurückzutreten und zu fragen:

Was geschieht hier eigentlich?

Was bedeutet es, wenn zwei Menschen einander ihr Leben versprechen?

Was nehmen sie mit aus ihren Familien und ihrer Geschichte?

Was lassen sie zurück?

Was beginnt mit diesem Ja?

Und welche Form könnte eine Zeremonie bekommen, die genau diesen Menschen entspricht?

Urversprechen

Mit Urversprechen möchten wir einen Raum dafür öffnen.

Für Paare, die ihre Geschichte nicht einfach in ein vorhandenes Ritual hineinlegen möchten.

Sondern für die ihre Zeremonie aus ihrer eigenen Geschichte heraus entstehen darf.

Vielleicht ist es eine Hochzeit.

Vielleicht ist es ein Ritual.

Vielleicht ist es etwas, für das wir erst gemeinsam die richtigen Worte finden müssen.

Die neue Website ist jetzt online:

https://urversprechen.de

Dort erzählen wir mehr darüber, wie wir arbeiten, welche Möglichkeiten es gibt und was hinter unserer Vorstellung von einer persönlichen Hochzeitszeremonie steht.

Und vielleicht ist dort auch etwas zu entdecken, das euch selbst berührt.

Oder einen Menschen, der gerade an einer Schwelle seines Lebens steht.

Manchmal entsteht etwas nicht neu.
Man gibt ihm nur endlich einen Namen.

Unser Name dafür ist:

URVERSPRECHEN.