Wer hat es nicht schon einmal erlebt.

Hintergangen, betrogen, überrumpelt.

So ein Mist, schon wieder ist es mir passiert!

 

Ja, auch mir ist es passiert. Es war ziemlich heftig für mich. Ich haderte, zauderte, war wütend.
Der Andere war Projektionsfläche für vielfaches Gedankengut. Manchmal auch Schimpfwörter genannt.

Einem Freund erzählte ich davon. Um ehrlich zu sein… Es war nicht wirklich eine Erzählung, es war mehr ein Aufregen. Der Freund erwiderte: “He, Du kannst dem Anderen doch dankbar sein, dass er es auf sich nahm, Dir so eine Lektion zu erteilen. Muss wohl im letzten Leben ein wahrer Freund gewesen sein. So jemanden nennt man A…engel.”

Tatsächlich half mit genau diese Sichtweise, das Geschehene zu verarbeiten.

Und noch mehr.

Als ich verstand, dass ich als Pferd vor der Kutsche eines Anderen genutzt wurde, traf ich eine nachhaltige Entscheidung für mein Leben.

Im Laufe der Zeit kam sogar Dankbarkeit dazu. Dankbar zu sein, es endlich begriffen zu haben.

Und ohne meinen Freund aus dem letzten Leben hätte ich vielleicht noch ein paar mehr dieser Erlebnisse gebraucht.

Das größte Geschenk für mich war die Möglichkeit mich am Ende sogar bei dem Anderen ganz persönlich zu bedanken. Von ganzem Herzen.

Unverblümte Selbstreflektion ist wie Chili kauen - es brennt meist nur einmal.

Iyánéé